2002
Autolust. Eine Ausstellung über die Emotionen des Autofahrens.
Autos bewegen uns. Nicht nur von A nach B, sondern auch tief in der Seele. Autos bringen uns auf Touren. Autos lassen uns wer sein. Autos sind Lust und Leidenschaft. Slogans wie "Aus Freude am Fahren", „Auto emoción" oder "Is it love?" bringen die Sache auf den Punkt. Es muss Liebe und Lust sein, wenn weltweit täglich 13 Billionen Kilometer mit dem Auto zurückgelegt und pro Werktag 16.5 Millionen Stunden im Stau zugebracht werden. Das Automobil ist Teil des Ichs, Verlängerung des Körpers, gute Stube, Büro und Disco in einem. Es vermittelt Unabhängigkeit und Wohlfühlathmosphäre, es steht für Freiheit und Lebensstil. Ob wir die Autobegeisterung teilen oder nicht, ist unwichtig. Sie ist Fakt. Wer sich heute den Fragen der Automobilität stellt, kann um die Emotionen keinen Bogen fahren.
"Autolust" zeigte in 15 Rauminstallationen auf über 1000 m2 ironisch und verspielt automobile Leidenschaft im Alltag. Über der ganzen Ausstellung schwebt leicht wie ein Benzin-Molekül die Frage nach dem Wesen unserer Autokultur. Rund 23'000 Besucherinnen und Besucher haben „Autolust“ von Februar bis Oktober 2002 (Sommerpause Juli/Aug) in Lenzburg gesehen. Darunter viele Schul- und Erwachsenengruppen aus den Bereichen Verkehrs- und Umweltpolitik, Sozialfürsorge (Schuldenprävention), Automobil-Wirtschaft und Automobilmarkenclubs.
Nach der erfolgreichen Schweizer Präsentation ist die Ausstellung weiterhin verfügbar für den deutschsprachigen Raum. Anfragen an Beat Hächler, Co-Leiter Stapferhaus Lenzburg: haechler(at)stapferhaus.ch, Tel (0041) (0)62 888 48 00.
Gesamtleitung: Hans Ulrich Glarner
Ausstellungsautor: Beat Hächler
Konzept / Recherche / Publikationen: Sibylle Lichtensteiger, Bruno Meier, Elio Pellin
Gestaltung: Philipp Clemenz
Bauleitung: Stephan Winkler
Licht: Martin Brun




