Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung HOME

Die Ausstellung HOME wurde durch ein breites Veranstaltungsprogramm begleitet. Die Veranstaltungen dienten der vertieften und auch fach- und publikumsspezifischen Auseinandersetzung mit dem Ausstellungsthema.

Talks@HOME

In der Gesprächsreihe Talk@HOME diskutierten Experten in unserer Ausstellung über aktuelle Fragen zum Leben im digitalen Zeitalter. Die Diskussionen wurden entweder vor Ort in der Ausstellung mitverfolgt, oder im Netz via 20 Minuten Online.


24.01.2011 - Glaubenssache@HOME - Digitale Welt: Segen oder Fluch für den Glauben?

Abt Martin Werlen hat eine grosse Fangemeinde auf Twitter. Hans Peter Murbach leistet Seelsorge per E-Mail und per SMS. Welches Potenzial haben sms-Seelsorge, online-Predigten und twitternde Priester? Wie „echt“ ist dieses digitale Glaubensangebot? Liegt die Zukunft der Kirche in der digitalen Welt? Wird die „Community“ die kirchliche Gemeinde ersetzen? Sollte die Kirche nicht gerade im digitalen Zeitalter vermehrt auf ihr analoges Kapital setzen, auf den 1:1 Kontakt und auf das live-Erlebnis? Ist die digitale Glaubenskommunikation „nur“ eine bereichernde Ergänzung des analogen Glaubensalltages – oder eine Konkurrenz? Wo liegen die Chancen der Digitalisierung in Glaubenssachen? Es diskutierten Abt Martin Werlen und Hans Peter Murbach über Glauben und Digitalisierung. Das Gespräch in voller Länge: glaubenssache.20min.ch


28.02.2011 - Generation Internet@HOME - Digital Natives: Hyperaktiv und asozial? Smart und vernetzt?

Sie haben keinen Sinn für Privatsphäre, leiden an Reizüberflutung und Narzissmus, verpassen vor lauter Gamen, Chatten und Surfen das „reale“ Leben: Über die „Generation Internet“ kursieren viele (Medien-)Geschichten, Vermutungen und Gerüchte. Aber wie intensiv und welche Medien nutzen Jugendliche wirklich? Welchen Stellenwert haben die Neuen Medien im Leben der „Generation Internet“? Welche (neuen) Chancen bieten den Heranwachsenden die Neuen Medien? Und welche (neuen) Gefahren lauern im Digitalzeitalter?

Unter der Leitung von Prof. Dr. Daniel Süss hat die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) die erste repräsentative Jugendmediennutzungsstudie für die Schweiz verfasst. Die Ergebnisse der JAMES-Studie (Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz) wurden erstmals am 28. Februar präsentiert. Zusammen mit Patrice Emch, einem Jugend- und Schulsozialarbeiter und Mitgründer des Beratungsdienstes jugend-online.ch diskutierte Daniel Süss über das (neue) Nutzungsverhalten der schweizer Jugendlichen. Das Gespräch in voller Länge: internet.20min.ch


30.05.2011 - Liebe@HOME - Liebe, Sex und Partnersuche im digitalen Zeitalter

Online-Dating boomt. Sex ist der meist eingegebene Suchbegriff bei Google. 12 Prozent aller Websites sind pornografisch. Ob Flirt oder Seitensprung – beides ist nunmehr bloss ein Klick entfernt. Wie wirkt sich dies auf unser Liebes- und Sexualleben aus? Beflügelt der Flirt im Netz unseren Beziehungsalltag? Oder führt die Allgegenwart von pornografischen Bildern zu Frust, weil das reale Sexleben kein Pornofilm ist? Bruno Wermuth (Sexualpädagoge) und Klaus Heer (Paartherapeut) gingen der Frage nach, wie sich im Internetzeitalter unser Sexual- und Paarungsverhalten verändert.

Das Gespräch in voller Länge: liebe.20min.ch


29.08.2011 - Killergames@HOME - Macht virtuelles Töten gewalttätig?

Führt das Spielen von sogenannten «Killergames» zur Enthemmung? Oder lassen sich mit solchen Spielen Aggressionen abbauen? Welcher Zusammenhang besteht zwischen realer und medialer Gewalt? Braucht es ein Verbot von Ego-Shooter-Games? Oder ist ein Killerspielverbot bloss Augenwischerei und kein echter Beitrag zur Gewaltprävention? Der Bundesrat prüft ein Verbot sogenannter «Killerspiele». Die Befürworter eines solchen Gesetzes glauben damit Gewalttaten verhindern zu können. Die Gegner monieren, eine solche Regulierung sei weder sinnvoll noch durchsetzbar.

Es diskutierten der renommierte Gewalt- und Jugendpsychologe Allan Guggenbühl (Leiter und Gründer des Instituts für Konfliktmanagement und Mythodrama IKM), der SP-Politiker Roland Näf (Initiator der Vereinigung gegen mediale Gewalt VGMG) und der Gamer Thomas Riediker (Präsident der Gamer-Konsumentenvereinigung GameRights). Das Gespräch in voller Länge: killergames.20min.ch


10.10.2011 - Demokratie@HOME - Welche Rolle spielen Twitter, Facebook & Co. in der politischen Meinungsbildung?

Von «Twitter-Revolutionen» im arabischen Raum bis zur «Facebook-Kampagne» im Quartier: Neue Medien und soziale Netzwerke haben den öffentlichen Meinungsmarkt umgekrempelt und sind aus dem politischen Alltag nicht mehr wegzudenken.

Welche Chancen bietet das Internet für die Demokratie? Welche Rollen spielen Blogs und soziale Netzwerke im politischen Meinungsbildungsprozess? Hat das Internet tatsächlich die Machtverhältnisse auf den Kopf gestellt, oder taugt es bloss als Ventil für Wutbürger? Welche Herausforderungen stellen sich den politischen Parteien und dem politischen System der Schweiz im digitalen Zeitalter? Im Gespräch waren Erich Gysling (Autor, Publizist), Cédric Wermuth (Politiker) und Michael Latzer (Medienwissenschaftler IPMZ, Universität Zürich). Das Gespräch in voller Länge: www.demokratie.20min.ch

Lenzburger Rede: Matthias Horx

Freitag, 28. Oktober 2011, Schloss Lenzburg


Was lässt sich bereits heute sagen über die Netzgesellschaft von morgen? Wie leben, lieben und arbeiten wir in der Zukunft? Sprechen wir immer noch von Second Life, eBay und Social Media, oder sind wir dann längst zu den realen Spielwiesen, Supermärkten und Lagerfeuern zurückgehrt? Im grossen Rittersaal im Schloss Lenzburg zeigte der renommierte deutsche Zukunftsforscher Matthias Horx in seiner Lenzburger Rede auf, weshalb einige digitale Trends die Kraft haben, unser Zusammenleben für immer zu verändern. Und weshalb andere als heisse Luft in den endlosen Weiten des Cyberspace verpuffen. Die Lenzburger Rede von Matthias Horx wurde musikalisch begleitet von Luk Zimmermann (Gitarrist, Berlin)


Matthias Horx gilt als einflussreichster Trend- und Zukunftsforscher im deutschsprachigen Raum. Nach einer Laufbahn als Journalist (bei der Hamburger ZEIT, MERIAN und TEMPO) gründete er zur Jahrtausendwende das Zukunftsinstitut, das heute zahlreiche Unternehmen und Institutionen berät.


Über die Lenzburger Reden: Zusätzlich zu den Ausstellungen werden Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft eingeladen, ihren Standpunkt zum jeweiligen Ausstellungsthema in einer "Lenzburger Rede" darzulegen.

Öffentliche Workshops

Digital Ungeübte - eine geführte Reise in die digitale Welt

Chatten, Googeln, Gamen und Sharen. Sie kennen diese Begriffe überhaupt nicht oder bloss vom Hörensagen? Dann ist dieser Workshop das Richtige für Sie. Wir nehmen Sie mit auf eine Erkundungstour in digitale Welten. Nach einer einführenden Präsentation haben Sie die Möglichkeit, selber zu sehen und zu erfahren, was Facebook ist, was Chatten heisst und ob Ihnen das digitale Leben mehr Freude oder Angst bereitet. Daten: Sonntag, 19. Juni, 21. August, 9. Oktober 2011


Sinnvoller Einsatz Neuer Medien am Arbeitsplatz

Über Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im Arbeitsalltag

Ein Arbeitsplatz ohne Computer und Internetzugang ist heutzutage undenkbar. Das erleichtert Vieles, stellt uns aber auch vor neue Herausforderungen. Wie arbeiten, mit Computer und Internet, ohne sich zu verzetteln? Wie effizient und angemessen kommunizieren im digitalen Zeitalter? Wie die Arbeit im Team koordinieren und organisieren? Welche Regeln brauchen wir im Umgang mit Computer und Internet? Wie integrieren wir die Neuen Medien sinnvoll inden Arbeitsalltag? Konzeption und Durchführung: Institut für Kooperationsforschung und –entwicklung der Hochschule für Angewandte Psychologie (FHNW). Daten: Samstag, 04. Juni und 17. September 2011


Social Media - Warum und wie online kommunizieren?

Ein praxisnaher Workshop für Kommunikations- und Marketingfachleute über Chancen und Herausforderungen des Einsatzes von Social Media (Facebook&Co.) Ist Ihre Firma oder Organisation auf Facebook und Twitter präsent? Wenn nein: Warum nicht? Falls ja: Wie erfolgreich nutzen Sie die sozialen Medien? Und wissen Sie auch was Sie damit erreichen wollen? Social Media (Facebook, Twitter, Blogs, Flickr, YouTube Facebook & Co.) ist in aller Munde. Immer mehr Unternehmen und Organisationen schmücken sich mit einem Facebook-Account. Dabeisein ist jedoch noch nicht alles. Ohne Strategie und Know-How und die richtige Anwendung verpuffen sämtliche Bemühungen im Nichts – oder wirken gar kontraproduktiv. Der Workshop «Social Media: Warum und wie online  kommunizieren?» vermittelt Grundlagenwissen über Chancen und Herausforderungen von Social Media in der Unternehmenskommunikation.

Konzeption und Durchführung: Crossmedia-Agentur FEINHEIT. Datum: Samstag, 03. September


Online-Games - Zwischen Faszination und Sucht

Mit Franz Eidenbenz, Referent und Fachexperte für Psychologie und Neue Medien

Worin liegt die Faszination von Online-Welten? Wann kann von Online-Sucht gesprochen werden? Wie kann Online-Sucht frühzeitig erkannt werden? Wie vorgehen bei Gefährdeten oder Abhängigen? Der Psychologe Franz Eidenbenz zeigt beispielhaft die individuelle und gesellschaftliche Dimension von Online-Sucht auf. Ein leidenschaftlicher Gamer gibt live Einblick in das Spiel World of Warcraft (WoW) und spricht über seine persönliche Faszination von Online-Rollenspielen.

Konzeption und Durchführung: Franz Eidenbenz, Referent und Fachexperte für Psychologie und Neue Medien. Daten: Sa. 18. Juni und Sa. 22. Okt. 2011 









Familiensonntag

Ab wann sollen Kinder ein eigenes Handy haben? Wie lange darf ein Jugendlicher Computerspiele spielen? Haben Eltern ein Recht zu wissen, was ihr Kind in virtuellen Welten so treibt? Oder ist dies ein Freiraum der Jugendlichen, den es zu respektieren gilt? Beim Familiensonntag zeigten Medienpädagogen anhand konkreter Beispiele auf, welche Bedeutung das Aufwachsen in der Mediengesellschaft für Kinder und Jugendlichen hat. Es wurden Gefahren und Potenziale der elektronischen Medien thematisiert und konkrete Tipps für die Medienerziehung in der Familie vorgestellt. Datum: 4. September 2011

Finissage

Am Abend des 27. November fiel die Ausstellung «HOME – Willkommen im digitalen Leben» nicht wie gewohnt in den Standby-Modus, nach 13 Monaten wurde HOME heruntergefahren. Bevor das Stapferhaus aber auf den „Off“-Knopf drückte, präsentierten Poetry-Slammer und Autoren verschiedener Generationen  ihre Positionen zum Leben im digitalen Zuhause.


Es performten Lisa Christ (U20-Schweizermeisterin im Poetry Slam), Mathias Frei (Slam-Poet), Nora Zukker (Jungautorin), Roland Heer (Autor "Fucking Friends") und Nino Seiler (Slam-Poet). Durch den Abend führt der Mime Samuel Sommer. Für musikalische Unterhaltung sorgte das Skype-Duo Tim & Puma Mimi. Pop 2.0 als würdiger Abschluss der Ausstellung HOME.

news
.hausformat | Webdesign, Typo3, 3D Animation, Video, Game, Print