Veranstaltungen zu strafen
Die Ausstellung strafen wurde von Veranstaltungen begleitet, die thematische Vertiefung und Ergänzung boten. Die Inhalte erarbeitet das Stapferhaus Lenzburg in der Regel zusammen mit Partnerorganisationen.
Lenzburger Rede mit Hans Joas
Strafe und Respekt
Donnerstag, 22. September 2005
Das Strafrecht hat sich in Europa im 18. Jahrhundert grundlegend verändert. Körperliche Züchtigung, Marter und Tötung wurden als Strafformen zunehmend in Frage gestellt und teilweise abgeschafft, ebenso die Folter. Lange wurde dieser Prozess als Fortschritt verstanden. Michel Foucault deutete dagegen diese Entwicklung in den 1970er Jahren nicht mehr als „Humanisierung“, sondern als „Optimierung sozialer Kontrolle“. Statt von Milderung sprach er von einer Verfeinerung der Machttechniken.
Hans Joas widerspricht beiden Deutungen und formuliert eine dritte mit der These der fortschreitenden „Sakralisierung“ des Menschen und seines Körpers. Trifft dies zu, ergeben sich daraus wichtige Folgerungen für das Verständnis der „Kultur des Strafens“ in unserer Zeit.
Hans Joas’ Lenzburger Rede ist Höhepunkt und Abschluss des Stapferhaus-Projektes „strafen“. Die Rede wird vom Kontrabass Quartett des Opernhauses Zürich musikalisch umrahmt. Im Anschluss sind Sie herzlich zu einem Apéro auf Schloss Lenzburg eingeladen.
Prof. Dr. Hans Joas, Philosoph und Soziologe, geboren 1948, ist Leiter des Max-Weber-Kollegs für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien Erfurt und Professor an der University of Chicago. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. „Die Entstehung der Werte“ (1997), „Kriege und Werte“ (2000), „Braucht der Mensch Religion?“ (2004), „Die kulturellen Werte Europas“ (2005).
Jugend-, Straf- und Multi-Kultur
Wenn fremdländische Jugendliche Regeln übertreten
Samstag, 27. August 2005
Jugendliche aus fremden Kulturen sind mit unseren Wertvorstellungen weniger vertraut. Die Frage, was erlaubt ist und wie bestraft wird, beurteilt ihr Elternhaus unter Umständen anders als das Umfeld in der Schweiz. Was heisst diese kulturelle Differenz für den Umgang mit Regelübertretungen? Brauchen Jugendliche aus fremden Kulturen eine andere Strafpraxis? Kann die Tat durch den Kulturunterschied erklärt werden?
Die Interkulturalität wird zum Thema, wenn Fachleute Jugendliche aus anderen Kulturen sanktionieren: In der Schule, in der Gemeinde, in der Jugendarbeit und bei der Jugendstrafbehörde.
Die Fachtagung «Jugend-, Straf- und Multi-Kultur» lässt Fachleute aus Theorie und Praxis ihre Konzepte vorstellen und bietet eine Gesprächsplattform.
Eine Tagung mit:
Anna Maria Riedi, Professorin Hochschule für Soziale Arbeit Zürich
Wassilis Kassis, PD und Leiter der Abteilung Pädagogik des Philosophischen Seminars der Universität Basel
Hans Melliger, Jugendanwalt des Kantons Aargau
Hanspeter Fent, Geschäftsleiter, TikK (Verein Taskforce interkulturelle Konflikte)
Rada Gajic, Fachstelle Integration Baden
Ursula Athanassoglou, SWITCH machBar Bildungs-Gmbh, Aarau
SSASSA, interkulturelle Musikgruppe
In Zusammenarbeit mit der Jugendanwaltschaft Aargau und den Aargauer Landeskirchen.
Die Strafnacht
Eine Surprise von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang
Freitag, 24. Juni 2005
19 bis 6 Uhr in der Früh
in Zusammenarbeit mit
Kulturkommission Lenzburg
Müllerhaus. Literatur und Sprache
Peter Mieg-Stiftung
Man spricht mit vollem Mund
Ein Dinner for all mit mazedonischem Salat und Schaschlick vom Huhn, Schwein und Lamm an der Originalmarinade des russischen Schwiegervaters. Es kocht der Ex-Orient-Express-Küchenmeister Gregory Kilcullen.
Die apokalyptischen Reiter
Sie preschen durch den Balkan, flirten mit Roma- und Klezmerklängen, schlagen karibische Haken – und kommen aus dem kühlen nebligen Nordosten Englands. The Baghdaddies setzen furios zum Sturm auf Schloss Lenzburg an. Mit Nigel Kirkpatrick (tp), Paul Ruddick (sax), Ziad Jabroo (g), Peter Maynard (b) und Martin Douglas (dr). Wer sie verpasst, straft sich selbst.
Eine Stunde Nachsitzen
Von Kopfnüssen und anderer schwarzer Pädagogik. Werner Bodinek und Vreni Cathomas lassen die Schule als Tatort hochleben. Eine Tour de force durch die deutsche Schulhausliteratur. Mit Texten von Peter Bichsel, Hermann Burger, Ernst Halter, Christoph Hein, Marlene Streeruwitz und Friedrich Torberg. Textrecherche: Reinhold Bruder, Regie: Urs Heller.
Studie zur Ohrfeigenmaschine und andere wundersame Apparate.
Sisiphus schaufelt endlos Sand von einem Haufen auf den andern. Ohrfeigen klatschen. Und mittendrin donnern tonnenschwer Güterzüge über den finstern Bahndamm. Peter Fischers Projektionsmaschinen haben zum ersten Mal den Weg an die frische Nachtluft gefunden.
Barbetrieb
Verbrechen auf 16 mm
Ein Strafcocktail mit den besten Kurzfilmen zum Thema, aus Aargauer Privatarchiven und aus dem Fundus des Kino Lichtspiel Bern. U. a. mit Werken des Aarauer Amateur-Spielfilmers Arthur Breuninger. Schöpfer des legendären Films zur Einführung des Frauenstimmrechts: „Die Diktatur“.
Barbetrieb
Belohnung muss sein
Fritz Huser und Theo Huser entfesseln das Grande Finale. Mit freundlicher Unterstützung von Fifi, Bello und weiterer vierbeiniger Freunde. Eine Welturaufführung im Morgengrauen. Bei jedem Wetter, mit und ohne Publikum, aber lieber mit.
Verbotene Früchte & Zopf
Ohne Worte. Ein Katerfrühstück für die Davongekommenen.
Es führt und leitet durch die Nacht
Polizist, Claude Bolzli, Freund und Helfer
hinrichten, erziehen, überwachen
Eine Zeitreise durch den strafenden Aargau
Samstag, 28. Mai 2005, 9.15 bis 16.15 Uhr
1747 wird in Zofingen die Familie Wälchli öffentlich hingerichtet. Die Vollstreckung der Todesurteile auf dem Rathausplatz ist ein Schauspiel mit pädagogischem Ziel. Wenige Jahrzehnte später gründet Johann Heinrich Pestalozzi mit dem Neuhof in Birr einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb, später eine Armenanstalt, in der er seine neuen sozialpädagogigen Grundsätze erprobt. Heute ist der Neuhof ein interkantonales Berufsbildungsheim für Jugendliche, mit teilweise schwierigen Strafbiografien. In Schafisheim, in der geografischen Mitte des Aargaus, liegt die Verkehrsleitzentrale der Aargauer Kantonspolizei. Das Auge des Gesetzes wacht an Monitoren über Verkehrsdelinquenten und führt sie ihrer Strafe zu.
Die ganztägige Exkursion spürt Strafgeschichten nach, sucht Schauplätze auf und stellt die Frage, wie sich Strafzwecke und –methoden verändert haben.
Leitung: Nathalie Unternährer und Beat Hächler, Stapferhaus Lenzburg
Jenseits der Dinge. Das Immaterielle zeigen
Tagung im Stapferhaus Lenzburg
Freitag, 27. Mai 2005, 14.30 bis 20.30 Uhr
Dinge zu zeigen, ist das eine. Die Bedeutungen, die diesen Dingen innewohnen, etwas anderes. Wie gehen Ausstellungsmacherinnen und –macher mit der Aufgabe um, die kulturelle Praxis „jenseits der Dinge“ zu zeigen? Was heisst es, das Immaterielle auszustellen? Welche Ansätze, Erfahrungen und Perspektiven lassen sich aus konkreten Projekterfahrungen herauslesen? Das Stapferhaus Lenzburg lädt vor dem Hintergrund seiner Ausstellung „strafen“ zu einer Tagung ein, die der immateriellen Kultur in Theorie und Praxis gewidmet ist.
Das Stapferhaus Lenzburg hat sich in den letzten Jahren regelmässig mit Ausstellungen zur Alltagskultur der Gegenwart zu Wort gemeldet. Das Zeigen des „Immateriellen“ war dabei fester Bestandteil der Herausforderung Ausstellung. Die Veranstaltung „Jenseits der Dinge“ ist eine Gelegenheit, die eigene Ausstellungsarbeit zu reflektieren. Zugleich ist sie Auftakt zu einer neuen Veranstaltungsreihe, die sich in Zukunft regelmässig mit Fragen zur Kommunikation im Raum auseinandersetzt.
Themen:
Die Dinge als Bedeutungsträger.
Was materielle und immaterielle Kultur verbindet
Walter Leimgruber, Prof. für Europäische Ethnologie und Projektleiter MAS Museum Studies, Universität Basel
Wissenschaftshistorisch hat die Aufteilung in geistige (immaterielle) und materielle Kultur eine lange Tradition. Ergiebiger ist jedoch die Frage, was die beiden Welten verbindet. Welche Bedeutungen werden Dingen zugeschrieben und wie kommt es zu diesen Bedeutungszuschreibungen? Ein semiotischer Ansatz zum Beispiel, der die Dinge als Zeichen liest, führt zwangsläufig über das Herzeigen der Dinge hinaus und thematisiert das "Jenseits der Dinge" - gerade im Medium Ausstellung.
Jenseits der Dinge.
Immaterielle Kultur als neue Herausforderung für Museen
Marie-Paule Jungblut, Direktorin Musée d'Histoire de la Ville de Luxembourg und Mitinitiantin der Int. Arbeitgruppe „Jenseits der Dinge. Ausstellungen und das Immaterielle“
Immaterielle Kultur soll in der Museumsarbeit künftig eine wichtigere Rolle spielen. Eine int. Arbeitsgruppe der ICOM, der die Referentin als Mitinitiantin angehört, bereitet für 2006 einen Kongress vor, der zum Umgang mit immaterieller Kultur Empfehlungen abgibt. Warum braucht es diese Initiative? Wo haben die Initiantinnen in der Museumsarbeit Defizite ausgemacht? Welche Ziele werden mittel- und langfristig verfolgt?
Den Dingen eine Stimme geben.
Schauspieler im Museumsdepot – eine Zwischenbilanz
Heinz Horat, Direktor Historisches Museum Luzern
Das Historische Museum Luzern präsentiert sich seit 2004 als Hochregallager. Schauspieler führen in thematischen Lagertouren mehrmals täglich durch das Reich der Dinge. Sie kleiden die Objekte in Geschichten und machen sie so erlebbar. Was hat die neue Form dem Museum und dem Publikum gebracht? Wie hat sich die Vermittlungsleistung gegenüber dem alten Museumskonzept verändert? Wo liegen die Knackpunkte des neuen Konzepts und wie gehen die Macher damit um?
Das echte Video
Zeitzeugenaussagen als Exponat im Museum
Thomas Gull, Projektleitung „L’Histoire c’est moi“
Wie haben die Menschen in der Schweiz den Zweiten Weltkrieg erlebt? 555 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wurden zu ihren Erinnerungen und Erfahrungen befragt und dabei gefilmt. Aus der entstandenen Dokumentation, dem grössten Oral History-Projekt der Schweiz, entstand das Ausstellungsprojekt „L’Histoire c’est moi“, das in verschiedenen Schweizer Museen zu sehen war. Die Ausstellung konzentrierte sich ganz auf Text und Film und verzichtet ausdrücklich auf Objekte. Was leistet dieser Ansatz? Was leitete die Projektleitung bei der Auswahl der Filme? Was erzählen die Filme über die erzählte Geschichte hinaus? Warum Filme im Museum ausstellen und nicht nur über die ebenfalls erhältliche DVD verbreiten? Was unterscheidet eigentlich das Exponat Film vom Exponat Ding?
Dialog im Dunkeln
Die Ausstellung als Soziallabor
Andreas Heinecke, Kulturunternehmer und Projektinitiant von „Dialog im Dunkeln“, Hamburg
Es gibt nichts zu sehen, aber viel zu erkennen. Die Ausstellung „Dialog im Dunkeln“ führt die Besucherinnen und Besucher in eine Kommunikationssituation mit blinden Menschen, die im Dunkeln die Sehenden führen. Andreas Heinecke versteht die Ausstellung als Kommunikationsplattform und Soziallabor. Was zeigt eine Ausstellung, in der es nichts zu sehen gibt? Welche Rolle kommt den Ausstellungsbesucherinnen und –besuchern zu? Was heisst dieser Ansatz für die Museumsarbeit – und darüber hinaus?
Podium
hinstellen – darstellen – ausstellen. Was leistet das Medium Ausstellung?
Thematische Ausstellungen wollen Wissen vermitteln, Sinn stiften und Bedeutungen erschliessen. Dieses Ziel verfolgen auch andere Formen der Kulturvermittlung. Wo liegen die Berührungspunkte der Ausstellung zu anderen Kunst- und Kommunikationsformen? Wo liegt die Stärke dieses Mediums? Das Podium blickt von aussen und von innen auf die Eigenheiten der Ausstellungsform und reflektiert die Inputs der vorangegangenen Referate. Das Publikum wird in die Diskussion einbezogen.
mit
Regula Bochsler, Leiterin Kultur aktuell SF DRS, Zürich Marianne Burki, Leiterin Kunsthaus Langenthal Volker Hesse, Intendant Maxim Gorki-Theater Berlin Walter Leimgruber, Professor für Europäische Ethnologie und Projektleiter MAS Museum Studies, Universität Basel Moderation: Sibylle Lichtensteiger, Co-Leiterin Stapferhaus Lenzburg
strafen. Eine erste Bilanz, oder
Wie lässt sich Wissen kommunizieren?
Sonntag, 22. Mai 2005
Ein Salongespräch mit Beat Glogger, Wissenschaftskommunikator/Autor und der Co-Leitung des Stapferhauses Lenzburg
Das Stapferhaus Lenzburg greift mit seinen Ausstellungen komplexe Themen auf und will sie einem breiten Publikum vermitteln. Was gehört zum ABC der Wissenschaftskommunikation? Wo liegen die Herausforderungen, wo die Schwierigkeiten? Der Wissenschaftskommunikator Beat Glogger erläutert unter dem Motto „der Kopf denkt, der Bauch lenkt“ die Grundlagen einer erfolgreichen Kommunikation von komplexen Themen. Das Stapferhaus gibt Einblick in die Kommunikations-Rezepte aus der Kulturküche und stellt seine Methoden am Beispiel der Ausstellung strafen zur Diskussion.
Strafansichten
Drei Sonntagsmatinéen zur Strafkultur der Gegenwart
Lohnt es sich die Schweizer Gefängnisse mit Kriminaltourist/-innen zu überfüllen? Weshalb sind Frauen weniger kriminell als Männer? Wie kann ein schwer delinquenter Jugendlicher wieder in die Gesellschaft integriert werden? Mit welcher Rückfallquote? Für welche Tat fordert die Staatsanwaltschaft eine lebenslängliche Strafe? Welchen Sinn und Zweck erfüllt sie? Das Stapferhaus lädt Fachleute aus der Strafpraxis zum Gespräch. Ausgehend von konkreten Beispielen aus der Ausstellung strafen wird in drei Sonntagsgesmatineen – bei Kafi und Zopf - die Strafkultur der Schweiz ausgeleuchtet.
Sonntag 6. März
Zeughaus Lenzburg, Ausstellung strafen, Raum 08 Sibylle Lichtensteiger, Co-Leiterin Stapferhaus Lenzburg im Gespräch mit Marianne Heimoz, Direktorin der Strafanstalt Hindelbank
Sonntag 3. April
Zeughaus Lenzburg, Ausstellung strafen, Raum 08 Nathalie Unternährer, wissenschaftlicher Mitarbeiterin Stapferhaus Lenzburg im Gespräch mit Cornelia Bessler, Leiterin der Fachstelle für Kinder- und Jugendforensik des Kantons Zürich
Sonntag 24. April
Zeughaus Lenzburg, Ausstellung strafen, Raum 08 Beat Hächler, Co-Leiter des Stapferhauses Lenzburg im Gespräch mit Erich Kuhn, Erster Staatsanwalt des Kantons Aargau
Was ist eine Halsgeige?
Ein Nachmittag für Kinder im Alter von 10-12 Jahrenauf Schloss Lenzburg
16. März 2005
Sie stehen in der Vitrine oder liegen im Museumsdepot: Die Fussfessel, die Halsgeige und das Arbeitsgerät für die Strafarbeit. Welche Geschichten haben uns diese Strafinstrumente aus alten Tagen zu erzählen? Die Magd Johanna Brodtbeck, Franz Tucher, genannt Palstersach Franz und die Diebin Verena Schaffner erwecken die Objekte zum Leben und geben Einblick in ihre Straferfahrung in früherer Zeit. Zusammen mit den drei Figuren begeben sich die Kinder im Alter von 10-12 Jahren auf eine Zeitreise und erleben aktiv, wie in der Vergangenheit gestraft wurde. Und wie ist es heute? Seiten schreiben, Zimmerarrest oder jemanden ignorieren. In Theaterszenen setzen sich die Kinder mit ihren eigenen Straferlebnissen auseinander. Ein gemeinsam gestaltetes Bild, auf dem gewünschte und unerwünschten Strafen aus dem Alltag gezeichnet werden, rundet der Nachmittag ab.
Handyverbot und Schulverweis
Ein Abend über das Strafen im Schulzimmer
Mittwoch, 9. März 2005
Disziplinarprobleme im Schulalltag sind aktueller den je. Was nun? Strafen oder nicht, und wenn ja, wie? Strafen stehen im Widerspruch zu den pädagogischen Ansprüchen, dennoch sind sie Teil des pädagogischen Alltags. Die Veranstaltung „Handyverbot und Schulverweis“ richtet sich an Lehrer/innen, Schulleiter/innen und Schulbehörden. Sie liefert kein ABC des Strafens, sondern eine Orientierungshilfe und bietet eine Plattform zum Erfahrungsaustausch.
1. Teil
Zamt und Zunder. Theaterintervention
Warum es so schwierig ist, richtig zu strafen
Referat. Werner Christen, Professor an der Pädagogischen Hochschule Aargau spricht über Grundsätze zum Umgang mit Strafen.
Sanktionssysteme und partizipative Verfahren
Präsentation. Vier verschiedene Schulen stellen ihre Disziplinkonzepte vor, unter anderem mit dem Quartierschulhaus Wengi in Zürich und der Grundschule Wettingen.
2. Teil
Handyverbot und Schulverweis – was nun?
Podium. Fachpersonen aus der Jugendarbeit und der Pädagogik diskutieren über die verschiedenen Disziplinkonzepte.
Straferfahrungen im Schulzimmer
Moderierte Gruppenarbeit. Aktuelle Disziplinprobleme in eigenen Klassen werden besprochen und mögliche Lösungswege erarbeitet.
Zamt und Zunder. Theaterintervention.
In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule FHA, Institut Schule & Weiterbildung
Von grünen Gesichtern und roten Augen
Donnerstag, 17. Februar 2005
Auf den Spuren skandalöser Kunst-Geschichten im Aargauer Kunsthaus
Grüne Gesichter und rote Augen haben im 19. Jahrhundert die Gemüter erregt. Jede Zeit kennt Kunst, die gesellschaftliche Normen verletzt, die Grenzen überschreitet und damit die Museumsbesucherinnen und –besucher irritiert. Im Ernstfall wird Kunst, die Tabus durchbricht, nicht ausgestellt. Sie wird verboten. Rückblickend schreibt gerade die Kunst, die gegen Normen verstösst, Kunstgeschichte. Franziska Dürr Reinhard führt auf den Spuren skandalöser Kunst-Geschichten durchs Aargauer Kunsthaus.
Eine Zusammenarbeit zwischen dem Aargauer Kunsthaus und dem Stapferhaus Lenzburg.
LehrerInneneinführung
30. Oktober 2004, 3. November 2004, 6. November 2004
Die Einführung in die Ausstellung für Pädagoginnen und Pädagogen will eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Thematik ermöglichen und zusätzliche Hintergrundinformationen liefern. Sie bereitet auf einen Ausstellungsbesuch mit Schulklassen vor und vermittelt Vorschläge zu deren Begleitung. Weiter wird aufgezeigt, wie das vielfältige Thema "strafen" als Unterrichtsstoff aufbereitet werden kann.
Ohni Z'Nacht is Bett
Ein Abend über das Strafen im Kinderzimmer
Schläge haben als Erziehungsmittel ausgedient. Die Hand sollte in der Regel nicht mehr "ausrutschen", darüber sind sich Pädagoginnen und Pädagogen einig. Der antiautoritäre Erziehungsstil hat sich jedoch auch nicht bewährt. Strafe muss sein – aber wie? Und wieviel? In jüngster Zeit boomen verschiedenste Erziehungskonzepte, die sich alle auch zum Umgang mit Regelverletzungen äussern. Die Veranstaltung soll Eltern einen kritischen Überblick über die aktuellen Erziehungskonzepte liefern und die Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit den eigenen Strafmethoden bieten. In Zusammenarbeit mit dem Elternverein Lenzburg.
Anwaltsfilme, Knastreportagen und Gaunerkomödien
Die Kinos Lichtspiel in Bern und Odeon in Brugg präsentieren Straffilme
Vom Drama über die Tragödie, vom Spiel- über den Dokumentar- bis zum Kurzfilm: Strafen ist ein beliebtes Thema auf der Leinwand.
Das Kino Lichtspiel in Bern zeigt eine Auswahl an dokumentarischen und fiktionalen Kurz- und Trickfilmen zum Thema "strafen".
Das Kino Odeon in Brugg zeigt Filme aus aller Welt zum Thema.
Kino Lichtspiel
Bern 17. Januar 2005, Bar ab 19.00 Uhr, Film 20.00 Uhr, 24. Januar 2005, Bar ab 19.00 Uhr, Film 20.00 Uhr.
Details zum Filmprogramm: www.lichtspiel.ch
Kino Odeon
Brugg Zwischen Januar und Mai 2005 jeweils Samstagsnacht und/oder Sonntagnachmittags.
Details zum Filmprogramm: http://www.odeon-brugg.ch



