Auslandschweizer-Projekt wird jugendlicher

 

Auslandschweizer-Organisation übernimmt das Begegnungsprojekt "Swiss Ping Pong"

 

Ben Roethlisberger, der amerikanische Footballstar mit Schweizer Wurzeln, reiste im Sommer 2006 medienwirksam durch die Schweiz. Über tausend Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer kamen ihm in den letzten 15 Jahren zuvor. Sie besuchten mit "Swiss Ping Pong", dem Begegnungsprojekt des Stapferhauses Lenzburg, die Schweiz und lebten für einige Tage oder Wochen bei einer Schweizer Gastfamilie. Im Herbst 2006 übernahm die Auslandschweizer-Organisation in Bern das Projekt und führte es als Jugendaustausch weiter.

 

Nicht alle wollten das Matterhorn sehen. Die meisten zog es an die unspektakulären Orte ihrer Herkunft: Strengelbach, Schangnau oder Bazenheid. Über tausend Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer jeden Alters besuchten mit dem Begegnungsprojekt des Stapferhauses Lenzburg, "Swiss Ping Pong", ihre Herkunftsschweiz. Das Stapferhaus vermittelte den Gästen für einige Tage eine Schweizer Gastfamilie, wenn möglich in der Wunschregion. Rund 1000 Gastgeberinnen und Gastgeber vorwiegend in der Deutschschweiz stellten sich zur Verfügung. Das Projekt bot den Gästen private Einblicke in eine Alltagsschweiz und spannende Ausblicke in eine (unbekannte) Auslandschweiz. Die Neugier war gegenseitig. Seit sechs Jahren machten von diesem Angebot vermehrt jugendliche Auslandschweizer Gebrauch, die ein Bildungsangebot der Auslandschweizer-Organisation (ASO) besuchten. Beliebt waren Sprachkurse, Schnupperbesuche an Universitäten oder die Teilnahme an Fachseminaren. Getragen wurde "Swiss Ping Pong" über all die Jahre von jährlich wechselnden Patronatskantonen, der ASO, der Eidgenossenschaft (EDA) und dem Engagement von Schweizer Frauenverbänden. Sie waren es auch, die das Projekt 1991, im Rahmen der 700 Jahr-Feierlichkeiten der Eidgenossenschaft, initiiert hatten. Das Stapferhaus Lenzburg führte das Begegnungsprojekt unter dem Namen "Swiss Ping Pong" ab 1992 weiter.

 

 

Neuorientierung als Jugendprojekt

 

Die ASO mit Sitz in Bern übernahm Swiss Ping Pong unter neuem Namen ab 1. Oktober 2006. Jugendliche konnten weiterhin bei Gastfamilien wohnen und die Schweiz von innen kennenlernen. Als Jugendprojekt wurde "Swiss Ping Pong" in das bestehende Jugendprogramm der ASO integriert und eine bessere Verankerung in der Westschweiz angestrebt. Das Stapferhaus Lenzburg übergab seine Gastgeberkartei mit dem Projekt. Ebenso wechstelte "Madame Swiss Ping Pong", Brigitte Fuchs-Reber, zur ASO. Sie hatte das Projekt seit seinen Anfängen betreut und kannte ihre Gastgeberschaft aus unzähligen Vermittlungskontakten. Das Stapferhaus konzentrierte sich als Kultureinrichtung stärker auf seine Schwerpunkte, Ausstellungen zu Gegenwartsfragen und Kulturmanagement. Die Projektübergabe fand am 31. August 2006 auf Schloss Waldegg in Solothurn statt. Der Kanton Solothurn war 2006 Patronatskanton von Swiss Ping Pong.

 

 

 

Weitere Auskünfte:

Tom Morgenegg, Leiter Jugenddienst, Auslandschweizer-Organisation

morgenegg(at)aso.ch, Tel. +41 (0) 31 356 61 00 

 


Stimmen zu Swiss Ping Pong

Wir hatten herrliche Tage im Urwaldhaus zum Bären. Wir wurden von unseren Gastgebern verwöhnt. Die Arbeit des Stapferhaus ist hervorragend und schlägt Brücken zwischen der alten und neuen Welt. Vielen Dank.
O. und R. Kaelin, USA

 

Die Ping Pong-Woche war wieder sehr spannend und genüsslich. Sie haben mir eine sehr liebenswerte Frau vermittelt, ich danke Ihnen herzlich. Beatrice und ich haben angeregt diskutiert und – einmal mehr – festgestellt, dass es zwischen Individuen eigentlich gar keine Unterschiede gibt, wenn man vom alleräussersten wie der Hautfarbe absieht. Am Montag ist eine richtige Freundin wieder abgereist.

H. Menk, Stein a/Rhein

 

Ich möchte auch gleich die Gelegenheit benutzen um Ihnen sagen, dass Swiss Ping Pong eine ganz tolle Sache ist. Auch wenn ich in Wien wohne, ist es für mich eine gute Möglichkeit die Beziehung zu meiner Heimat zu erhalten und zu vertiefen. Ich danke Ihnen, dass Sie durch Ihre Arbeit Swiss Ping Pong ermöglichen.

M. Bula, Wien

 

Wir danken Ihnen, dass Sie uns die Möglichkeit gegeben haben, in Oberegg zu Gast zu sein. Es war für uns ein wundervolles Erlebnis, mit einer Schweizer Familie über alles Mögliche zu sprechen. Wir haben herausgefunden, dass uns sehr viel verbindet, auch wenn wir tausende von Kilometern auseinander wohnen. Vreni und Bruno haben uns geholfen unseren Traum – im wundervollen Alpstein zu wandern – zu erfüllen.

M. u. A. Altman, Jerusalem

 

 

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